Notfunkbarken retten Leben

MCMurdo PLB NotsenderEPIRB: Emergency Position Indicating Radio Beacon
PLB: Personal Locator Beacon
AIS: Automatic Identification System

Seit Jahren sind EPIRB und PLB nicht mehr wegzudenken. Die Notfunkbarken nutzen modernste Satellitenkommunikation um Notrufe aus allen Teilen der Welt zu empfangen und Rettungsaktionen rasch auszulösen. Unzählige erfolgreich durchgeführten Rettungen sprechen eine deutliche Sprache und machen die EPIRB zu einem fixen Bestandteil der Sicherheitsausrüstung an Bord einer Yacht.

Die Kommunikation mit polumlaufenden Cospas-Sarsat Satelliten erfolgt auf der Frequenz 406 MHz. Die Alarmierungszeit liegt je nach Position der empfangenden Satelliten maximal 45 Minuten. Übertragen wird die MMSI Nummer und die GPS Position wenn ein GPS Modul eingebaut ist. EPIRBs senden auch auf 121,5 MHz, der Suchfrequenz von Flugzeugen und Rettungskreuzern. EPIRB und PLB müssen bei der zuständigen Fernmeldebehörde oder Bundesnetzagentur (Deutschland) auf den Besitzer bzw. die Yacht zugelassen werden.

Im Falle einer Alarmierung kann die zuständige Bodenstation (z.B. Mission Control Center) den Notruf an die nationalen Behörden weiterleiten und so für eine rasche Hilfe sorgen. Die bei der Anmeldung hinterlegen Informationen wie Kontaktnummern, Bootstyp, Anzahl der maximalen Personen an Bord, Farbe, etc. hilft rasch entsprechende Rettungsmittel bereitzustellen.

Ablauf nach Aktiierung einer PLB oder EPIRB

Empfehlugen

EPIRB (Schiffsbezogener Notsender)

  • Eine EPIRB ist seit Jahren Standard auf seegängigen Yachten und ermöglicht eine rasche Alarmierung im Notfall!
  • Wichtig ist das GPS Modul. Dadurch verbessert sich die Genauigkeit von 5 Kilometer auf 100 Meter.
  • Preislich bewegt sich die EPIRB bei rund 800 EUR sowie den gesetzlichen Funkgebühren.

PLB (Personenbezogener Notsender)

  • Die PLB ist wichtiger Bestandteil der persönlichen Sicherheitsausrüstung.
  • Speziell abseits von Küstenbereichen und Schiffsverkehr hat die PLB klare vorteile gegenüber AIS Notsendern da sie über Satellitenkommunikation alarmiert.
  • Leider kann eine PLB vom eigenen Schiff bei Mann über Bord Situationen nicht gesucht werden. Ein „Direction Finder“ für die Suche auf 121,5 MHz ist üblicherweise nicht an Bord-
  • Preislich liegt die PLB bei rund 370 EUR sowie den gesetzlichen Funkgebühren.

AIS Notsender (Personenbezogener Notsender)

  • Die neuen AIS Notsender sind ebenfalls Teil der persönlichen Sicherheitsausrüstung und werden statt der PLB am Körper getragen.
  • Über UKW Funkfrequenzen senden AIS Notsender die Position an alle Schiffe in ihrer Funkreichweite. So können alle Yachten, die AIS Daten empfangen die AIS Notsenderorten und mit der Suche beginnen.
  • Der klare Vorteile eines AIS Notsenders liegt in der Ortungsmöglichkeit von Bord der eigenen Yacht.
  • Preis eines AIS Notsenders liegt bei rund 350 EUR. Es gibt in den meisten Ländern keine Meldepflicht.

SPOT Satellitentracker (Personenbezogener Notsender)

  • Die preisgekrönten SPOT Satellitentracker sind seit Jahren an Land und auf See im Einsatz und sind eine günstige Alternative zu PLBs.
  • SPOT arbeitet über das kommerzielle GLOBALSTAR Satellitensystem und arbeitet im Notfall mit GEOS International Emergency Response Coordination Center (IERCC) zusammen.
  • Die SOS Funktion der Geräte ist ein Nebenprodukt da vor allem die Tracking Funktion von der neuen Generation SPOT Gen3 für Bergsteiger, Piloten, Outdoor-Sportlern und Seglern genutzt wird.
  • Nachteil der SPOT Notsender ist die Netzabdeckung, die im Pazifik sowie an den Polen nicht gegeben ist.

Statistik EPIRB Rettungen USA

Number of People Rescued in Calendar Year 2013 in the United States: 253

  • Rescues at sea: 139 people rescued in 48 incidents
  • Aviation rescues:  34 people rescued in 16 incidents
  • Terrestrial PLB rescues:   80 person rescued in 57 incidents
  • Worldwide – Over 35,000+ people rescued (since 1982)
  • United States – 7,252 People Rescued  (since 1982)

Total Rescues in Calendar Year 2012 in the United States: 263

  • Rescues at sea:  182 people rescued in 54 incidents
  • Aviation rescues:  22 people rescued in 13 incidents
  • PLB rescues:  59 people rescued in 44 incidents

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