AIS – Yachtelektronik richtig nutzen

AIS Satelliten Tracking

AIS – praktisches Hilfsmittel und persönliches Notsystem

Das AIS (Automatic Identification System) ist seit einigen Jahren weit mehr als ein unmenschlich teurer Teil der Yachtelektronik. Seit Jahren empfehlen führende Sicherheitsexperten für Berufs- und Freizeitschifffahrt das Ausrüsten und Nachrüsten von Yachten mit AIS Systemen.

Das System ermöglich Schiffen das vollautomatische Austauschen von Bewegungs- und Schiffsdaten über UKW Funk. Unter anderem werden Position, Geschwindigkeit, Kurs über Grund sowie Art des Schiffs, Breite, Länge und Tiefgang ausgetauscht. Mit Hilfe dieser AIS Daten errechnen sich die Bordcomputer und moderne Kartenplotter nun mögliche Annäherungen aus und warnen im Ernstfall vor möglichen Kollisionen!

AIS Daten aus dem Indischen Ozean
AIS Datenauswertung Indischer Ozean

Kollisionsverhütung durch AIS Datenaustausch

In der Vergangenheit kam es in stark befahrenen Schifffahrtsstraßen immer wieder zu haarsträubenden beinahe Kollisionen. Speziell durch die Abdeckung von Inseln konnten sich Frachtschiffe nicht rechtzeitig sehen und mussten immer wieder Notmanöver einleiten um einer Kollision zu entgehen. Seit der Einführung von AIS als Standard in der Berufsschifffahrt konnten die Unfälle drastisch gesenkt werden.

Auch für Segler und Motorbootfahrer gewinnt das AIS System immer mehr an Bedeutung. Segelyachten können durch das AIS System frühzeitig schnelle Fähren und die Großschiffahrt erkennen und entsprechende Kursänderungen vornehmen, lange bevor das Schiff in Sichtweite kommt. Speziell bei schlechter Sicht spielt das AIS System seine volle Stärke aus, ist die Datenübertragung über UKW Funk auch bei schlechter Sicht nicht eingeschränkt.

Gibt es Nachteile des AIS-Systems?

Das AIS System hat keine Nachteile. Ganz im Gegenteil ermöglicht es einen aktiven und passiven Sicherheitsgewinn in unserem Sport. Es gilt jedoch, die Fähigkeiten von AIS nicht zu überschätzen. So ist weiterhin der Ausguck von entscheidender Bedeutung bei der Navigation auf See. Da nicht alle Schiffe mit einem AIS System ausgerüstet sind (kleine Fischerboote, Segel- und Motoryachten), ist eine Yacht ohne AIS nicht am Plotter als Ziel sichtbar.

Ergänzend zu AIS sind somit die Beobachtungen der Crew bzw. ein Radar ein wichtiger Faktor bei der Verhütung von Kollisionen auf See.

AIS System von Raymarine
AIS System besteht aus AIS Blackbox und Antennensplitter

AIS Notsender als Mann über Bord Rettungsmittel

Als quasi Abfallprodukt entstand die Idee, Notsender zu entwickeln, die sich dem einfachen Datenaustausch via UKW Funk bedienen. Die Funktionsweise der Automatic Identification System Notsender ist den Systemen auf Yachten sehr ähnlich. Auch mit den Mini-AIS Sendern wird die Position jede Minute verschickt und kann von Schiffen in Funkreichweite geortet werden. Das Symbol auf den Plottern ist entweder ein durchgestrichener Kreis oder das Mann-über-Bord Symbol des jeweiligen Herstellers („Müde Fliege“).

Die Geräte sind mittlerweile so klein, dass sie locker in Schwimmwesten gepackt werden können. Die Anzahl an Rettungen durch AIS Notsysteme ist bereits beachtlich. Der große Vorteil dieser Notsender ist die Suchbarkeit mit Bordmitteln sofern die eigene Yacht mit AIS ausgestattet ist. Im Gegensatz zu Satelliten-Systemen wie der PLB (Personal Life Beacon) steht somit einer raschen Rettung durch die eigene Crew nichts mehr im Wege.

AIS Notsender - Alarmierung
AIS – so funktioniert die Alarmierung

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